Europa-Matineè -„Die Unbeugsamen“
„Politik ist eine viel zu ernste Sache, um sie alleine den Männern zu überlassen.“ (Käte Strobel, Bundesministerin 1966-1972)
Liebe Europa-Interessierte und Freunde der Europa-Matinée!
Am Sonntag, dem 3. August, setzen wir „Freunde für Europa“ unsere Matinée-Reihe „Besondere Frauen Europas“ fort mit dem Dokumentarfilm von 2020 „Die Unbeugsamen“. Beginn wie immer um 10.00 Uhr im Haveltorkino. Der Eintritt ist frei. Nach dem Film Gedankenaustausch im Foyer des Kinos.
Der Film portraitiert eine Reihe von Frauen, die mutig in den Tagen der „Bonner Republik“ seit 1950 dafür kämpften, dass sie als Politikerinnen ernst genommen und anerkannt werden. Völlig unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit hatten sie im demokratischen Prozess im Bonner Parlament gegen ignorante Männer sich durchsetzen müssen.
Es sind zunächst einzelne, die nicht nur als Wählerinnen, sondern auch als Politikerinnen ernst genommen werden wollten. In den 1960er Jahren wurden dann immer mehr Frauen politisch aktiv. Herta Däubler-Gmelin, Christa Nickels, Ingrid Matthäus-Maier und Rita Süssmuth und andere verfolgten geduldig ihr Ziel. Typisch männliche Vorurteilen und sexuelle Diskriminierung hielten sie nicht auf. „Politik ist eine viel zu ernste Sache, um sie alleine den Männern zu überlassen.“ So Käte Strobel, Bundesministerin 1966-1972.
Diese Chronik westdeutscher Politik von 1950 bis zur Wiedervereinigung ist ein historisches Zeitdokument über die Rolle der Frauen in der Bonner Republik und zugleich ein Schlaglicht auf das immer wieder zurückgedrängte Thema Emanzipation und Feminismus.
Eine bewegende und radikal aktuelle Chronik des Regisseurs Torsten Körner.
Freunde für Europa
Felix Doepner
PS: Im November wollen wir die „Die Unbeugsamen 2“ über Frauen-Persönlichkeiten in der DDR zeigen.
